Renovierungsarbeiten der Alten Schule

Renovierungsarbeiten der Alten Schule

Nach über vier Jahren Planung und Gesprächen mit der Stadt Dormagen tut sich etwas in Delhoven. Die Alte Schule wird restauriert und zukünftig für alle Delverinnen und Delver nutzbar gemacht.

Sie gehört zu den ältesten Schulbauten im Kreisgebiet und prägt schon seit 1825 das Delhovener Ortsbild: Pünktlich zu ihrem 200-jährigen Bestehen soll die Alte Schule an der Hauptstraße bald wieder in neuem Glanz erstrahlen. Rund 1,4 Millionen Euro investiert die Stadt in das denkmalgeschützte Gebäude, damit es der Dorfgemeinschaft zukünftig als Begegnungsstätte und Jugendtreff dient. „Die Sanierung der Alten Schule ist ein Gemeinschaftswerk von Stadt und Bürgerschaft. Ein besonderes Dankeschön gilt dem Bürger-Schützen-Verein Delhoven, der sich bereiterklärt hat, die Begegnungsstätte ab dem kommenden Jahr in enger Zusammenarbeit mit den anderen Ortsvereinen zu betreiben“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Bevor es soweit ist, muss das Gebäude aber erst einmal umfangreich instandgesetzt werden. „Die Bauarbeiten werden in den nächsten Tagen mit dem Einrüsten des Gebäudes beginnen“, so Daniela Winter, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs. Ein markantes Merkmal der Alten Schule ist das Schieferdach mit seinem Glockentürmchen und einem klassizistischen Tympanon. Sie verleihen dem Gebäude ein Erscheinungsbild, das für eine kleine Dorfschule zu Beginn des 19. Jahrhunderts eher ungewöhnlich ist und vermutlich durch den Spender des Gebäudes veranlasst wurde. Zu verdanken hat Delhoven das Gebäude dem Prämonstratenser-Chorherren Winand Kayser – bekannt auch als „letzter Mönch von Knechtsteden“ nach der Säkularisierung des einstigen Prämonstratenser-Klosters.

„Doch genau dieses Dach bereitet uns im Augenblick erhebliche Sorgen, weil die Balkenköpfe des Dachstuhls leider vielfach morsch sind und auch das Mauerwerk darunter dringend gefestigt werden muss“, erläutert Winter. In Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden musste sich der Eigenbetrieb daher entschließen, den Dachstuhl komplett abzunehmen und – den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechend – äußerlich in originaler Form neu zu errichten. Aufgrund der Einsturzgefahr wurde das Gebäude in der Vergangenheit von innen schon mit Notstützen und zusätzlichen Strahlträgern gesichert.

Nach dem Richtfest kann die Alte Schule dann auch von innen wieder herrichtet werden. In dem linken Klein-Saal – dem ehemaligen „Klassenzimmer der Knaben“ – sollen künftig zum Beispiel Vorstandsitzungen der Ortsvereine oder Versammlungen der Schützenzüge stattfinden. „Auch für private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern oder Taufen wird man diesen Raum mieten können“, kündigt Schützenchef Stephan Gödderz an.

Demgegenüber ist der Raum auf der rechten Seite – die ehemalige Lehrerwohnung – in erster Linie für die Jugendarbeit der Vereine vorgesehen. „Wir möchten auch offene Angebote machen, die von allen Jugendlichen aus dem Ort genutzt werden können“, sagt Gödderz. Zwischen den beiden Kleinsälen wird es in der Mitte eine Küche und die nötigen Toiletten geben.

Gemeinsame Absicht aller Beteiligten ist, dass die Alte Schule dem Bürger-Schützen-Verein Delhoven so rechtzeitig übergeben wird, dass er sie noch im Jubiläumsjahr mit Möbeln einrichten und eröffnen kann. Übrigens: Bei der Vorbereitung der Baumaßnahme wurde in dem Dachreiter auch die alte Schulglocke von 1825 wiederentdeckt. Sie soll in dem Denkmal weiterhin einen Ehrenplatz erhalten.

Quelle: https://www.dormagen.de/news/stadt-beginnt-mit-renovierungsarbeiten-an-der-alten-schule-in-delhoven